Flämische Meister

Hallo, mein Name ist Venus

Sie möchten Shopping und Kultur verbinden und dazu noch Diamanten bewundern?

 

Flandern, wo Frauen mit Männern in Wettbewerb stehen

Im 16. und 17. Jahrhundert genossen die flämischen Frauen außergewöhnlich viel Freiheit. Es war ihnen gestattet, unabhängig zu handeln und mehrere Sprachen zu sprechen.

Antwerpen

Kein Leben im Schatten

Die Töchter der berühmten Antwerpener Drucker-Familie Plantin wurden von ihren Eltern nicht zu einem Leben im Schatten erzogen. Sie konnten lesen und schreiben, sogar ein wenig Latein und Hebräisch, und sie wurden aktiv in das Familienunternehmen eingebunden. Martina zum Beispiel, die zweitälteste Tochter, war für das Spitzengeschäft ihrer Eltern zuständig. Das Porträt, das Peter Paul Rubens von ihr gemalt hat, wird im Plantin-Moretus-Palazzo ausgestellt, dem einzigen auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgeführten Museum weltweit – definitiv einen Besuch wert! 


Auch nachdem sie verheiratet war, blieb Martina weiter in der Branche tätig und übernahm Mitverantwortung für den Verkauf von belgischer Spitze auf internationaler Ebene. Um der Nachfrage gerecht zu werden, beschäftigte sie andere flämische Frauen, wie Beginen, die halfen, die Spitze anzufertigen. Verlassen Sie Flandern nicht, ohne einen der wunderschönen Beginenhöfe gesehen zu haben, die ebenfalls zum Weltkulturebene der UNESCO zählen.


Peter Paul Rubens’ Frauen waren weltgewandte Frauen. Die nächsten Bewohner des Rubenshauses waren ein britisches Paar, William und Margaret Cavendish. Margaret (1623-1673) war zu ihrer Zeit eine erfolgreiche Schriftstellerin. Sie war eine der allerersten Frauen in der Geschichte der Literatur, deren Werke bereits zu ihren Lebzeiten und unter ihrem eigenen Namen veröffentlicht wurden. 

Flandern ist reich an weiblichen Talenten.

Dennoch dominieren selbst in Kulturkreisen in bestimmten Rollen noch immer die Männer. Vielleicht ist es an der Zeit, die Michaelinas unserer Zeit – diejenigen, die mit der Tradition brechen – ins Rampenlicht zu rücken.
Jeanne Brabants begann ihre Karriere in den 1930er Jahren als moderne Tänzerin und gründete Ende der 1960er Jahre das Royal Ballet of Flanders.

Sabine Haenebalcke dirigiert Orchester – eine Position, die üblicherweise Männern vorbehalten ist. Als Gastdirigentin hat sie mit dem Flemish Radio Choir, dem Flanders Symphony Orchestra, dem Chor der flämischen Oper und dem Chor der Brüsseler Kathedrale gearbeitet.

Einen ganz anderen Stil pflegt Charlotte De Witte, die ihre Leidenschaft für die Musik als DJane weitergibt. Da sie nicht als stereotypische DJane betrachtet werden, sondern aufgrund ihrer Fähigkeiten und Talente geschätzt werden wollte, veröffentlichte sie ihre erste Musik unter dem Namen Raving George.

Auch die kulinarische Welt wird von Männern beherrscht. Traditionell wählt Belgien immer einen Best Female Chef of the Year, die beste Köchin des Jahres. Kosten Sie verschiedene Gerichte der Gewinnerin des Jahres 2016, Julie Baekelandt, in ihrem Restaurant C-Jules.

Madonna 2011 Fouquetposter

Madonna 2011 Fouquetposter - © Koen van den Broek

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