Flämische Meister

Hallo, mein Name ist Nicolaas Rockox

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Mechelen: Kleine Stadt mit großen Namen

Anfang des 16. Jahrhundert wählte Margarete von Österreich - eine der mächtigsten Frauen Europas - Mechelen als Residenz. Diese flämische Stadt entwickelte sich zum Schauplatz der habsburgischen Machtpolitik in den Niederlanden. Besuchen Sie diese schöne Stadt und entdecken Sie, warum Mechelen eine so große Anziehungskraft ausübt.

Mechelen

Stadtpaläste galten als die Hotspots in dieser Zeit. Sie übten eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Machthaber, Philosophen, Schriftsteller, Musiker, Denker, Schaffende, Wissenschaftler, Künstler aus... Auch in Mechelen gab es Stadtpaläste. Berühmte Persönlichkeiten, wie Karl der Kühne, Kaiser Karl V., Margarete von Österreich, Anne Boleyn, Thomas Morus, Mercator und Dodoens wohnten hier. Zur späteren Generation der "Mechelner" gehörte auch Kaiser Karl V., der hier bei seiner Tante Margarete von Österreich aufwuchs. Dieser kleine Junge sollte später zum Herrscher des Heiligen Römischen Reiches gekrönt werden. Das Gouden Carolus, das typischste Bier aus Mechelen, ist nach ihm benannt.

Im wunderschönen Stadtpalast Hof van Busleyden in Mechelen können Sie eine Zeitreise in die burgundische Hofkultur machen.

Sophie Nuytten

Hof van Busleyden, St. Janstraat 2a, Mechelen


Aber Mechelen hat noch viel mehr zu bieten.

Beispielsweise finden Sie Meisterwerke der flämischen Meister an Orten, die zum kulturellen Erbgut gehören:

Milo-profi

Die Kathedrale von Mechelen mit dem Patrozinium Sint Rombout (St. Rumold)


Der schwelgerische burgundische Luxus gehörte auch zum Alltag. Wer es sich leisten konnte, organisierte ausschweifende Bankette. Die Liebe für Essen, Getränke und Unterhaltung tragen die Flamen auch heute noch in ihren Herzen. Ein gutes Beispiel dafür ist die belgische Bierkultur, mit mehr als 1.500 einzigartigen Bieren. Die UNESCO hat belgisches Bier zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt. Die Brauerei Het Anker in Mechelen genießt Weltruhm mit dem renommierten Gold Carolusbier. Sie stammt aus dem Jahre 1369 und ist eine der ältesten Brauereien Belgiens. Ein Besuch lohnt sich!        

Etwas ganz anderes: ein Glockenspiel eines Glöckners im St-Rombouts-Turm. 2014 erkannte die UNESCO das Glockenspiel in Belgien als beste Praxis zum Schutz immateriellen Kulturerbes an. Studenten aus der ganzen Welt kommen nach Mechelen, um sich in die Kunst des Glockenspiels zu vertiefen. Die Glockenspiel-Schule befand sich früher im 't Schipke, einem bezaubernden Eckhaus im Rokoko-Stil neben dem Hof van Busleyden. Die Schule zog im Jahr 2012 um und ist jetzt in der geräumigen Norbertinessenpriorij van Leliëndaal an der Bruul 52 untergebracht.

Interessieren Sie sich für das burgundische Leben? Dann sollten Sie unbedingt die folgenden Orte in Flandern besuchen.

Brussels

Die Königliche Bibliothek
In der burgundischen Zeit beschlossen die Herzöge alle Veröffentlichungen zu sammeln: die Bibliothek von Brüssel war seinerzeit eine der ersten Bibliotheken. Später wurde daraus die Königliche Bibliothek in Brüssel, die auch heute noch gern besucht wird.

Königliche Bibliothek, Keizerslaan, Brüssel

Gent

St.-Bavo-Kathedrale: hier können Sie den himmlischen Glanz des Werkes „Die Anbetung des Lamm Gottes“ der Gebrüder van Eyck bewundern. Derzeit wird das Werk im Museum der schönen Künste MSK restauriert. Während der Woche können Sie den Restauratoren bei der Arbeit zusehen. 

Der Prinzenhof
Auch Gent war ein wichtiges Handelszentrum der burgundischen Herrschaft, mit einem angemessenen Stadtpalast: der Prinzenhof, wohlgemerkt das Geburtshaus von Kaiser Karl V. Er ist der Erbe der Burgunder und wurde zum Habsburgerkaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt. Seinen Expansionsdrang hatte er von seinen Großeltern Maria von Burgund und Maximilian von Österreich geerbt. Kaiser Karl V. – damals noch Karlchen – wurde in der heutigen St.-Bavo-Kathedrale getauft. Seine Kindheit verbrachte er in Mechelen.

Leuven

Die burgundische Universitätsstadt par excellence. In dieser Stadt wohnten große Denker und Wissenschaftler, wie Erasmus oder Mercator und wurde 1516 das berühmte Werk von Thomas Morus „Utopia“ in der Leuvense Naamsestraat gedruckt. Auch das Museum PARCUM in der Parkabtei lohnt sich. Geboten werden Ausstellungen zu Themen der Kunst, Religion und Kultur.

Die Parkabtei, Heverlee

Flandern ist wunderschön.

Ich zeige Ihnen gern noch mehr von dieser Region.

Barock ist keine künstlerische Bewegung, es ist eine Lebensart.

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